Aktueller Beitrag

Die Wirtschaftlichkeitsprüfung // Regressverfahren gegen Ärzte

Wer von uns kennt sie nicht, die Sorge des Arztes vor dem Regress im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsprüfung.

Die Sorge ist nicht unberechtigt, da viele geprüfte niedergelassene bzw. ermächtigte Ärzte häufig keine Praxisbesonderheiten vortragen (können), die zu einer entsprechenden Berücksichtigung im Rahmen der Regressberechnung führen.

Der Arzt sieht sich häufig einer kaum noch zu übersehenden Regelungsmaterie ausgesetzt. Dies beginnt schon mit den verschiedensten Verfahrensarten, hinsichtlich der Richtgrößenprüfung im Bereich der Arzneimittel und Heilmittel, dem sonstigen Schaden, der Sprechstundenbedarfsprüfung bzw. Prüfverfahren, bei denen es tatsächlich auf ein Verschulden des Arztes ankommt bzw. dieses aufgrund eines normativen Schadens unterstellt werden kann. Die Übersichtlichkeit der entsprechenden Prüfarten wird zukünftig sicherlich nicht dadurch gesteigert, dass möglicherweise die Richtgrößenprüfung 2016 bzw. 2017 durch eine Leitsubstanz- bzw. Wirkstoffprüfung abgelöst wird.

Bereits die Unübersichtlichkeit der anzuwendenden Vorschriften auf der Bundesebene als auch auf der Landesebene, sowie die Praktiken der jeweiligen Ausschüsse, führen zu einer erheblichen Verunsicherung der niedergelassenen Ärzte im Hinblick auf das Verordnungsverhalten gegenüber ihren Patienten.

Soweit ein Arzt die Richtgröße überschritten hat und in den Prüfungsfokus der ARWINI hier in Niedersachsen gelangt, empfehlen wir dringendst die anwaltliche Beratung bereits in dem Prüfverfahren der Prüfungsstelle, spätestens jedoch nach Einlegung des Widerspruchs vor dem Beschwerdeausschuss. Alle Berater sind hierbei aufgerufen, den entsprechenden Ärzten zeitnah Wege für eine zielgerichtete und effektive Beratung aufzuzeigen. Insbesondere die Bescheide mit der festgesetzten Erstberatung sind die Grundlage für spätere finanzielle Folgen für den betroffenen Arzt.

Die betroffene Ärzteschaft ist daher in jedem Falle aufgerufen, sich auch bei derartigen vermeintlich positiven Schreiben unverzüglich an einen erfahrenen und mit dem Prüfgeschäft vertrauten Anwalt zu wenden.

Rechtsanwalt Dr. Rothe hat über 10 Jahre als Vorsitzender der Prüfgremien in Niedersachsen die Wirtschaftlichkeitsprüfung von Ärzten geprägt. Dr. Rothe versteht nicht nur die Sorge des niedergelassenen bzw. ermächtigten Arztes vor der unverständlichen Verfahrensart im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung. Aufgrund seiner langjährigen anwaltlichen Kompetenz und seiner prägenden Expertise und Erfahrung im Bereich der Wirtschaftlichkeitsprüfung, ist Dr. Rothe ein Garant für ein Optimum an Vorbereitung, Klärung und zielgerichteten Lösungsansätzen für den betroffenen Arzt in der Wirtschaftlichkeitsprüfung.

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